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.Soonwaldsteig (Ostern 2009)



Kurze Infos zum Soonwaldsteig: Der Steig erstreckt sich über 84km von Kirn bis nach Bingen am Rhein und wird am 6. Mai 2009 offiziell eröffnet. Eingeteilt ist er insgesamt in 6 Etappen mit jeweils ca 15 Tageskilometern. Von Kirn aus gelangt man durch das Hahnenbachtal bis zur Schmidtburg, weiter über den Lützelsoon, am Teufelsfels vorbei schließlich bis zum Simmerbach. Hier steigt man nun in den Soonwald hinauf zur Burgruine Koppenstein, vorbei am Aussichtspunkt Alteburg zum Ellerspring. Nun wechselt man nun von der südlichen auf die nördliche Kammseite und quert das Tal bis zum Schanzerkopf. Am Hochsteinchen beginnt der Absteig Richtung Rheinböllen und anschließend führt der Weg durch den Ingelheimer und Binger Wald über den Eselspfad zum Ziel nach Bingen.

Wir sind zu dritt auf diese Tour gegangen und hatten leider nur 2 Tage Zeit für den Steig. Unser Plan war es, 2 Etappen an einem Tag zu laufen um so Dienstags morgens in Rheinböllen zu sein, da dies ein günstiger Ausgangspunkt ist, um wieder zurück nach Hause zu kommen. Genächtigt wurde in Schutzhütten, wovon es ein paar auf der Strecke gibt. Nun aber zum Bericht:





Sonntag, 12.04.09: Gegen kurz vor 9 befanden wir uns in Kirn am Bahnhof. Laut Broschüre sollte hier der Soonwaldsteig seinen Startpunkt haben. Leider konnten wir diesen aber nicht finden und stapften einfach drauf los. Wir wussten, dass der Steig auf der rechten Seite des Hahnenbach Richtung Bundenbach verläuft. Wir laufen also durch die Kirnen Stadt hinaus Richtung Kallenfels, an der Straße entlang. In Kallenfels bogen wir dann auf den …. ab und folgten dem Pfad bis zum Waldlehrpfad Schloss Wartenstein. Wir konnten bis hierhin kein einziges Schild zum Soonwaldsteig ausmachen. Unterwegs trafen wir einen Förster, der uns die gute Nachricht vermittelte, dass wir uns auf dem Steig befinden würden, dieser hier aber noch nicht wirklich ausgeschildert ist, nur mit Schildern an Wegkreuzungen. Nach ein paar hundert Metern auf dem Waldlehrpfad kamen wir an genau solch eine Kreuzung und entdeckten das Symbol des Soonwaldsteigs. Auf diesen neu angebrachten Schildern kann man immer die km-Zahl bis zum nächsten markanten Etappenpunkt ablesen, bzw. sogar bis zum Etappenziel. Weiter ging es Richtung Schloss Wartenstein. Dort angekommen machten wir erst einmal eine kleine Foto Pause und auch hier Stand ein Schild, welches uns die Richtung angab. Von meiner Wintertour dachte ich eigentlich, dass schon der komplette Steig ausgeschildert ist, d.h. alle 50-100m findet man ein Zeichen, welches den Wegverlauf markiert. Hier suchten wir diese Zeichen leider noch vergebens. Bis nach Hahnenbach war dies auch noch kein Problem, aber im Dorf selbst war es doch schwierig den Weg zu finden. In Hahnenbach Nord steht dann wieder ein Wegweißer, der die Richtung anzeigt, aber halt immer nur grob. So liefen wir erstmal verwirrt durch Hahnebach Nord, wissend, dass die Richtung in etwa stimmt, aber wo genau wir her mussten wussten wir nicht. Wir fanden zuerst auch keinen Weg, der den Hang hinauf führen könnte, außer der Straße. Als wir ein zweites mal zur Kreuzung mit dem Wegweiser zurückkehrten sprach uns ein Dorfbewohner an, welcher wusste, wo wir hergehen mussten. Er gab uns sogar noch eine Kopie mit einem Ausschnitt von einer 1:25000 Karte mit und erklärte an Hand dieser, wo der Steig verläuft. Mit der erstklassigen Beschreibung fanden wir auch kinderleicht den weiteren Weg. Im nächsten Tal sah die Sache schon wieder anders aus. Der Wegweiser zeigte in eine für uns nicht verständliche Richtung. Wir waren immer noch im Glauben, dass der Steig auf der rechten, somit östlichen Seite des Hahnenbachs verläuft. Leider hatten wir die Broschüre nicht ausgedruckt, da wir in der Annahme waren, dass der Steig schon komplett markiert ist. In dieser ist klar zu lesen, dass der Steig nun auf die linke, westliche Seite wechselt und über Sonnscheid nach Rudolfshaus verläuft. Wir entschieden uns, der Richtung des Wegweisers nicht zu vertrauen und marschierten Querfeldein durch den Wald hinauf Richtung Bruscheid und von dort aus nach Schneppenbach. Um 13:30 Uhr erreichten wir das erste Etappenziel, die Schmidtburg. Auf der Burgruine legten wir unsere Mittagspause ein und entspannten in der Sonne. Das Osterwochenende 2009 wurde ja nur so von gutem Wetter und viel Sonne verwöhnt. Wir hatten Temperaturen bis zu 25 Grad. Nach einer Stunde Pause hieß es für uns wieder, rauf nach Schneppenbach. Unsere Wasservorräte neigten sich dem Ende und so fragten wir kurzer Hand bei einer netten Dame in Schneppenbach, ob sie uns nicht die Flaschen auffüllen könnte. Die Frau war sehr freundlich, füllte alle unsere Flaschen und Wassersäcke und plauderte noch ein wenig mit uns. Anschließend ging es weiter, wieder aus Schneppenbach heraus, hoch zum Teufelsfelsen. Hier im Wald trafen wir auch zum ersten Mal auf die Schilder und Markierungen, die den Verlauf des Soonwaldsteig anzeigen, so wie ich sie vom Februar her kannte. Am Aussichtsturm Teufelsfels legten wir eine weitere Rast ein und schossen Fotos, kletterten auf den Fels und ruhten uns in der Sonne aus. Wir kamen mal wieder mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch und da 2 von uns aus dem Hunsrück kommen, kennt man sich fast immer über 5 Ecken, so ist das nunmal auf dem Land. Wir befinden uns nun im Lützelsoon und hier kenne ich mich ein wenig aus, da ich hier schon ein paar Tagestouren unternommen habe. Weiter gings also über einen sehr urigen Trampelpfad über Geröllhaufen zum Blickenstein. Nach weiteren Fotos stiegen wir nun in das Simmerbachtal ab. Ich war gespannt, ob die Brücke, wie sie in der Broschüre beschrieben ist, nun auch fertig gestellt ist, denn im Februar konnte ich noch nichts davon sehen. Unten am Simmerbach angekommen mussten wir leider feststellen, dass dies noch nicht der Fall ist. Es wurde zwar schon angefangen, aber von einer Brücke ist man noch weit entfernt. Ich bin gespannt, ob sie es bis zum 6. Mai schaffen. Wir entschieden uns gegen das Furten des Baches, da unsere Wasservorräte schon zu Neige gingen und wir heute Abend ja auch noch Kochen wollten. Das hieß für uns den Umweg über Gehlweiler anzutreten. An der Anzenfeldermühle trafen wir auf die Anwohner im Garten und fragten freundlich nach Wasser, welches wir natürlich auch bekamen. Auf unserer Karte ist eine Brücke bei der Mühle eingezeichnet, aber die Bewohner erklärten uns, dass es diese nicht mehr gibt. Die einzige Alternative sind 2 Dämme im Simmerbach vor Gehlweiler, aber zu dieser Jahreszeit bekommt man dort noch ordentlich Nasse Füße. Wir wollten uns das selbst einmal anschauen und als wir sie erreichten war uns klar, dass hier kein rüberkommen ist. Also blieb uns nichts anderes übrig als nach Gehlweiler zu laufen und dort über die Brücke zu gehen. Im Ort entschieden wir uns dagegen, auf der anderen Bachseite wieder zurück bis zum Soonwaldsteig zu laufen, sondern von hier aus direkt über die Straße bis zur Burgruine Koppenstein. Der Weg war natürlich alles andere als toll, ca. 3 km die Straße hinauf bis zum Parkplatz und dort dann noch einige hundert Meter bis zur Schutzehütte direkt unterhalb des Aussichtsturm. Oben angekommen waren wir auch sichtlich geschafft und waren heil froh unser Tagesziel erreicht zu haben. Erstmal Feuerholz sammeln und ein schönes Feuer entfachen, danach gab es dann lecker Käsespätzle. Nach dem Essen lümmelten wir noch ein wenig auf der Bank und verwöhnten unsere Füße mit einem Wellness Programm, irgendeine Fußpflege Creme mit Kamilleextrakten. Die Hütte selbst ist sehr dreckig, der ganze Boden ist voller Asche, da die Feuerstelle genau vor dem Eingang ist. Mit Zweigen fegten wir das gröbste Weg und legten unsere Isomatten aus. Nach einbrechender Dunkelheit machten wir es uns am Lagerfeuer gemütlich und verkriechten uns dann irgendwann in unsere Schlafsäcke.





Montag, 13.04.09: Heute morgen wachten wir alle drei recht früh auf, es muss so gegen 06.30 Uhr gewesen sein. Erstmal aus der Penntüte gepellt und nach dem Wetter geschaut, was man aber eigentlich schon vom Schlafplatz ausmachen konnte, Nebel. Naja, kann ja nur besser werden. Nach dem Frühstück packten wir die Sachen ein und beratschlagten noch, wo wir denn heute Wasser aufnehmen sollten. Henau war eine knappe halbe Stunde entfernt und wir entschieden uns dagegen am Ostermontag um 08:00 Uhr irgendwo zu klingeln um nach Wasser zu fragen. Auf den ersten Kilometern des heutigen Tages lagen noch 2 Jägerhäusern, an denen wir es versuchen wollten. Die ersten Meter mussten wir wieder den Weg von der Burgruine bis zur Straße, den wir gestern schon hergelaufen sind, zurücklegen. Wir lassen Henau links (eigentlich rechts) liegen und stapfen weiter in Richtung Alteburg. Unterwegs trafen wir dann auch auf das eingeplante Jägerhaus, aber leider viel zu früh. Die Vorhänge waren noch alle zugezogen, also war es hier auch nix mit Wasser holen. Weiter ging es und unterwegs kamen wir noch am Ochsenbrunnen (glaub so heißt er) vorbei, an dem auch ein kleiner Bach entspringt, an dem wir weiter unten etwas Wasser abgefüllt haben. Es war hier sehr sauber und es gab auch keine Probleme mit diesem Wasser. An der Alteburg angekommen gönnten wir uns erstmal eine kleine Pause und mampften ein paar Gummibärchen bevor wir den Turm hochstiegen. So langsam hat sich der Nebel verzogen, aber ein wirklicher Ausblick wurde uns dennoch vergönnt, es war sehr diesig. An der Alteburg machten wir auch ein Wegweiser aus, der auf die Triftsmühle hinwies und diese nur 1,4km entfernt ist. Wir beschlossen dort hin zu laufen, um unsere Wasservorräte aufzufüllen und bei der Gelegenheit noch ein kühles Blondes zu uns zu nehmen. Gesagt getan und schon saßen wir bei herrlichem Sonnenschein im Biergarten und genossen unser Radler. Nach einer guten halben Stunde brachen wir dann auch wieder auf und liefen zurück zur Alteburg um den weiteren Weg wieder aufzunehmen. Der Soonwaldsteig verläuft hier genau neben dem Rennweg, nur ein paar Meter weiter im Gebüsch. Unser nächstes Ziel lautete dann "Schutzhütte Ellerspring", welche wir gegen Mittag erreichten und dort dann erstmal eine größere Rast einlegten. Ich packte den Kocher aus und kochte uns erstmal eine ordentliche Portion Süßer Moment Grießbrei mit Vanille. Einige Wanderer, die auf dem Parkplatz parkten und von hier aus ihre Tagestouren starteten, schauten ganz neugierig. So ein Benzinkocher ist sozusagen ein "Eisbrecher", man kommt schnell mit anderen Leuten ins Gespräch ;) Der weitere Weg verläuft vorbei am Ellerspring und windet sich dann ins Tal Richtung Glashütter Wiesen. Ich muss sagen, dieser Abschnitt ist einer der schönsten, den der Soonwaldsteig zu bieten hat. Einfach eine Atemberaubende Landschaft, wunderschön. Im Naturschutzgebiet Glashütter Wiesen tankten wir noch einmal Wasser, was hier wirklich bedenkenlos getrunken werden kann, bevor wir unser heutiges Tagesziel den Schanzerkopf ansteuerten. Dies hieß für uns auch nochmal ein paar Höhenmeter zurückzulegen, was aber kein Problem war, sind ja schließlich nicht wirklich viele, knapp 200, wenn es hoch kommt. Oben angekommen schmissen wir uns erstmal auf die Wiese bzw. Rodelpiste und genossen die Sonne, es war ein herrlicher Abend. Dann begann das übliche Prozedere, Holz sammeln, Feuer machen, Abendessen kochen, Schlaflager errichten, am Feuer sitzen und dummes Zeug quasseln und dann irgendwann zufrieden und erschöpft in die Schlafsäcke kriechen. Wir konnten uns auf den nächsten Tag freuen, denn zum einen haben wir nur noch knapp 6km vor uns bis nach Rheinböllen, zum anderen werden wir so früh dort eintreffen, dass noch genügend Zeit bleiben wird, um beim Burger King vorbei zu schauen.





Dienstag, 14.04.09: Leider war heute schon der letzte Tag unserer Tour, es hätte ruhig noch ein paar Tage weiter gehen könnte. Jetzt ist man gerade eingelaufen und dann ist es schon wieder vorbei. Naja hilft alles nix, es wird mit Sicherheit die ein oder andere längere Tour dieses Jahr noch absolviert werden. Wir waren mal wieder alle sehr früh wach, etwa im gleichen Zeitraum wie gestern. Heute morgen ging alles recht flott, frühstücken zusammenpacken, etc, sodass wir uns schon gegen 07:30 Uhr auf dem Weg machten. Es ging weiter auf dem Soonwaldsteig Richtung Hochsteinchen, welches etwa 3,5km vom Schanzerkopf entfernt ist. Wir laufen nun die gleiche Strecke, die ich schon im Februar hier gelaufen bin. Es geht immer am nördlichen Kamm entlang, mal etwas rauf, mal etwas runter. Nach ca. einer Stunde standen wir dann auch schon vor dem Aussichtsturm Hochsteinchen. Da wir massig Zeit heute Abend legten wir mal wieder eine etwas größere Rast ein, stiegen auf den Turm hinauf und genossen die morgendliche Sonne. Von hier aus ist es dann nicht mehr weit bis zur Rheinböller Hütte und somit zum Burger King. Man läuft einfach nur noch den Berg Richtung Rheinböllen runter und steht nach etwa einer halben Stunde unten an der Straße. Dies bedeutete gleichzeitig auch unser Tourende und es hieß für uns zurück in die Zivilisation und den Alltag. Wie wir es am Vorabend abgemacht hatten, zelebrierten wir unsere Tourabschluss bei reichlich Burger und Pommes.





Fazit: Der Soonwaldsteig ist wirklich eine wunderschöne Tour, welche man problemlos in 3 Tagen laufen kann. Wenn er am 06. Mai eröffnet wird, ist er wohl auch komplett ausgeschildert und somit ist die Orientierung ein Kinderspiel. Eine Karte wird nicht wirklich benötigt. Leider konnten wir die letzten 2 Etappen nicht laufen, die habe ich aber im Winter schon absolviert und sie sind ebenfalls empfehlenswert. Es geht über den Kandrich ins Morgenbachtal und dann weiter über den Eselspfad nach Bingen.


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