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.Wintertour Hunsrück (Februar 2009)



Sonntag, 15.02.09: Start meiner Tour sollte Trechtingshausen sein, um von dort durch das Morgenbachtal in den Soonwald aufzusteigen. Nach durchzechter Nacht auf der Semesterabschlussfeier, war es mir nicht möglich mich frühzeitig auf die Socken zu machen. So stand ich erst um 13:30 Uhr am Bahnhof in Trechtingshausen.
Den Weg zum Morgenbachtal kenne ich schon von meinen Kletterausflügen zu den Felsen oberhalb des Tals. Hier unten am Rhein gab es keinen Schnee, auf der Fahrt vom Hunsrück hierher konnte ich aber schon feststellen, dass auf den Hunsrückhöhen doch ein wenig Schnee liegt. Also machte ich mich auf den Weg und Stieg entlang des Morgenbachtal hinauf zum Binger Wald und dort vorbei am Jägerhaus Richtung Salzkopf und Lauschhütte. Dort angekommen machte ich mir das erste mal Gedanken um einen geeigneten Zeltplatz, da es jetzt schon 16 Uhr war und es im Februar leider recht früh dunkel wird. Ich entschied mich über den Kandrich zu gehen und dann dort in Richtung Dichtelbach abzubiegen. Die Entscheidung war genau richtig, denn mit der eintretenden Dunkelheit erreichte ich den Waldrand und somit auch Dichtelbach.
Ich suchte mir ein gescheites Plätzchen und baute erstmal im restlichen, wenigen, Tageslicht, neben einem Hochsitz, sowie einem Bach, mein Zelt auf. Auf dem Hochsitz kochte ich mir anschließend mein Abendessen und schaute noch kurz auf die Karte um eine ungefähre Route für den nächsten Tag festzulegen. Mit der Dunkelheit kam auch die Kälte und ich verkroch mich recht früh in meinen Schlafsack. Solo im Winter ist es schon ein bisschen langweilig, es wird recht früh dunkel und man hat somit über 14 Stunden, die man schlafend, lesend, etc. verbringen muss, welches eine neue Erfahrung für mich war, da ich das erste mal im Winter solo unterwegs war.






Montag, 16.02.09: Der Montag begrüßte mich mit einem Haufen Schnee. Ich musste mir erstmal den Eingang vom Schnee frei buddeln, um überhaupt hinaus zu kommen. Es war Sackkalt und deswegen ging auch alles recht fix am morgen. Frühstücken, abspülen im Bach, Kram zusammenpacken, Zelt abbauen und zu guter Schluss den Rucksack satteln.
Gegen viertel nach 9 brach ich dann auf und mein Weg führte mich erstmal über die A61 und anschließend in den Supermarkt in Rheinböllen. Dort gab es dann erstmal frische Brötchen und noch etwas Wasser. Von Rheinböllen aus folgte ich dem E3, vorbei am Rheinböller Bahnhof und hoch in den Soonwald zum Hochsteinchen. Um so weiter ich hinauf kam, desto tiefer wurde der Schnee. Oben auf etwa 650m lagen ca. 30-40 cm Schnee. Wie es bei diesem Wetter zu erwarten war, war die Aussicht vom Aussichtsturm Hochsteinchen nicht wirklich besonders, um genau zu sagen gleich Null. Also wieder runter und erstmal in der Schutzhütte niedergelassen. Es war Zeit fürs Mittagessen. Es gab sehr leckeren Bananenbrei und dazu heißen Tee.
Anschließend machte ich mich wieder auf den Weg. Ich lief in Richtung Schanzerkopf, als mir die neuen Schilder auffielen. Bei näherer Betrachtung sah ich, dass es die Schilder für den neuen Soonwaldsteig sind. Der Soonwaldsteig soll irgendwann im Frühjahr 2009 eröffnet werden, ich hatte da mal was von gehört, aber wusste nichts genaueres, vor allem nicht wo er genau lang führt. So wie es aussah, verläuft er auch über den Schanzerkopf und so folgte ich ihm eine Weile und tatsächlich, ich kam oben auf dem Schanzerkopf an der Ski- und Rodelpiste raus. Aber auch hier erwartete mich das Gleiche, wie auf dem Hochsteinchen, Nebel.
Also nichts wie weiter. Ich folgte immer noch dem Soonwaldsteig, welcher noch in die gleiche Richtung verläuft, die ich angepeilt hatte. Unterhalb des Schanzerkopf, Richtung Simmerkopf, bog er dann schließlich nach links in die Pampa ab. Hier entschloss ich mich dem Steig nicht weiter zu folgen und mein ursprüngliches Ziel, den Simmerkopf, weiter zu verfolgen. Auf dem Weg dorthin begegnete ich einigen Langläufern, die auf den Loipen unterwegs waren. Am Bergheim's Blick legte ich eine kurze Rast ein bevor es weiter Richtung Simmerkopf ging. Nach ein paar Metern traf ich noch auf einen Langläufer, mit dem ich ins Gespräch kam und er erzählte mir etwas mehr über den Soonwaldsteig. Er wird im Mai 2009 eröffnet und führt von Kirn bis nach Bingen. Vorbei an der Schmidtburg, über den Lützelsoon und dann auf der südlichen Seite vom Kamm bevor er dann zum Schanzerkopf kommt. Nun gut, das hört sich alles gut an und ich werde mir vornehmen, den Steig im Frühjahr mal zu gehen, denn die südliche Kammseite kannte ich noch gar nicht und der Steig klingt auch sehr interessant und bis jetzt, auf dem Teil auf dem ich unterwegs war, ist er wirklich top ausgeschildert.
Nach diesem interessanten Gespräch marschierte ich weiter und folgten den Loipen Richtung Simmerkopf, welchen ich auch sehr rasch erreichte. Kurzes "Gipfelfoto" und weiter gings. Nun ging es wieder abwärts und über den Kohlweg Richtung Ruine Wildburg. Der Weg bis kurz vor die Ruine war sehr unspektakulär, da Forstweg. Dann wurde es aber doch spannend, da man den kleinen Pfad im Schnee kaum sehen, sondern nur erahnen konnte. Ich weiß nicht, ob es der richtige Pfad war, den ich gelaufen bin, oder durch die Walachei, aber das spielt ja keine Rolle, denn ich bin zumindest auf dem richtigen Forstweg raus gekommen.
Mein Ziel für heute war eine kleine Hütte am Ortsrand von Mengerschied in der ich übernachten wollten. Mit Einbruch der Dunkelheit erreichte ich auch diese, welche aber leider ein wenig verdreckt war, sprich Bierdosen, Müll, etc. Erstmal ein bisschen aufräumen, ein Nachtlager errichten und Essen kochen. Heute Abend gab es ein echtes 3 Gänge Menü. Nüsse, Reis mit Soße und anschließend Grießbrei und Tee. Mit vollem Magen legte ich mich zufrieden in meinen Schlafsack und schlief schon recht früh.






Dienstag, 17.02.09: Am nächsten Morgen hätte ich mir einen leichten Überzug für den Schlafsack gewünscht, denn dieser wurde doch recht Nass in der Nacht durch den Tau. Hilft aber auch nix, denn jetzt war er nass. Zu allem überfluss verkippte ich beim "Frühstück" mein komplettes Müsli. Da stand ich nun mit leerem Magen und jeder Menge Siff auf dem Boden. Mit Wut im Bauch packte ich schnell meine Sachen zusammen und stapfte Richtung Mengerschied und weiter über den Fahrradweg nach Gemünden. In der örtlichen Bäckerei besorgte ich mir erstmal ein Belegtes und im Supermarkt ne Flasche O-Saft.
Von Gemünden ging es nun über den Waldlehrpfad den Berg rauf zur Ruine Koppenstein. Man darf dreimal Raten was mich dort oben erwartet hat. Richtig, Nebel und nichts als Nebel. Naja im Winter ist halt nunmal nichts mit Aussicht, zumindest diesmal nicht. Schnell ein paar Fotos geschossen und dann gings schon weiter. An der Ruine ging auch der Soonwaldsteig entlang, welchem ich nun wieder folgte. Vorbei am Steinbruch Henau runter Richtung Simmerbach. Hinterm Bergwerk galt es ein kurzes Geröllfeld zu überqueren und dann ein Steiler Abstieg runter zum Simmerbach wo eine böse Überraschung auf mich wartete. Der Soonwaldsteig endet am Simmerbach, hier soll wohl noch eine Brücke gebaut werden, aber leider ist davon noch nichts zu sehen. Im Sommer kann man locker durch den Simmerbach waten, aber zu jetziger Zeit war daran nicht zu denken mit dem ganzen Schmelzwasser. Es half nichts, ich musste den ganzen Berg wieder hinauf und den Umweg über Gehlweiler gehen, was ungefähr 3-4km bedeutet.
In Gehlweiler holte ich dann noch ein paar Wetterinformationen ein, es waren bis zu -15 Grad gemeldet. Mein Schlafsack war ziemlich feucht von letzter Nacht und ich hatte kein Inlett dabei. Ich entschied mich die Tour heute hier in Gehlweiler zu beenden, da die nächste Nacht einfach zu kalt werden würde. Mein Ziel war eigentlich die Schmidtburg, aber durch den Umweg über Gehlweiler würde ich dort erst bei fortgeschrittener Dämmerung eintreffen und im Dunkeln wollte ich auch nicht über die Ruine laufen.






Es waren 2 sehr schöne Tage mit Teils viel Schnee, so wurde die Tour zu einer echten Wintertour und ich konnte so eine ganz neue Seite im Soonwald entdecken. Im Frühjahr habe ich mir vorgenommen den neuen Soonwaldsteig mal in Angriff zu nehmen.


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